Tanja Huber- vom Schüler zum Lehrer

Tanja Huber- vom Schüler zum Lehrer
21/06/2020 Tegernsee Yoga

Vor etwa 2 Jahren hat alles angefangen. Im Mai 2018 betrat ich das erste Mal unser Yoga Tegernsee Shala.

Die Zeit ist rasend schnell vergangen, das wurde mir erst vor Kurzem wieder klar. Die Zeit ist generell ein lustiger Faktor. Einerseits denke ich mir, dass ich gefühlt schon eine Ewigkeit dort bin, andererseits erschreckt es mich, dass ich erst 2 Jahre dort bin und die Zeit rasend schnell vergangen ist. Dies stellte ich erst bei mir fest, als z.B. eine Schülerin wie Katharina erst kürzlich einen bahnbrechenden Artikel veröffentlichte, die selbst schon ein Jahr bei uns trainiert. https://yogategernseeshala.de/katharina
Da dachte ich mir erst, “wow, die ist schon ein Jahr bei uns, wie schnell ein Jahr vergeht.”.

Wie schnell 2 Jahre vergangen sind. Wie sehr Yoga mich und mein Leben verändert hat. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass es mich selbst verändert hat denn ich habe immer noch meine Baustellen und Päckchen zu tragen ABER ich gehe anders heran, sehe es gelassener und versuche nicht mehr krampfhaft irgendwas zu ändern, was ich vielleicht einfach nicht ändern kann weil es nun mal zu mir gehört. Im Gegenzug fällt es mir mittlerweile leichter, die Dinge anzunehmen, die zu mir gehören, obwohl ich mich stets dagegen gesträubt habe, weil es nicht ins Raster dieser Welt passt obwohl ich wohl einfach immer nur dazu gehören wollte.

Yoga ist für mich der Schlüssel zur ultimativen Freiheit, der Freiheit das Leben im Moment zu genießen denn das ist alles was man kontrollieren kann. Yoga ist für mich außerdem die Konstante, die mich immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen hält und stets dafür sorgt, dass mein Kopf unter Kontrolle ist und der Boden unter den Füßen nie weggezogen wird.

Ein Leben ohne Yoga, die (fast!) tägliche Praxis – für mich nicht wegzudenken. Hätte ich Andrea und Isabelle vor 2 Jahren im Hotel nicht kennen gelernt, wäre es nie dazu gekommen. Es gibt keine Zufälle und ich bin euch unglaublich dankbar, ein Teil unseres Shala sein zu dürfen!

Das Shala mein zweites Zuhause, in dem ich jetzt schon seit fast einem halben Jahr lerne und auch lehre und auch wenn ich noch total am Anfang stehe ist das Lehrerdasein jetzt schon eine Bereicherung. Ich weiß nicht, ob man selbst als Lehrer irgendwann “fertig” ist, ich glaube nicht ;-). Der Weg ist aber das Ziel und ich habe die besten Lehrer, die ich mir wünschen kann.

Bei der Gelegenheit möchte ich mich auch bei der Community und vor allem den Schülern bedanken, die regelmäßig zu mir in die Stunden kommen. Es ist für mich was ganz Besonderes, euren Support zu bekommen und zusammen mit euch den Yogaweg zu gehen.

Jede Yogastunde ist für mich eine neue Erfahrung, nur nur mit dem Unterschied, dass die Momente, in denen ich mich komplett unbeholfen fühle langsam weniger werden. Unter Druck setze ich mich nicht mehr (so oft zumindest) denn schließlich geht es in den Yogastunden ja nicht darum, etwas vorzuführen sondern einfach gemeinsam eine schöne Zeit zu haben! Der Spaß steht vor allem im Vordergrund und nicht sein eigenes Ego, sowohl als Lehrer als auch als Schüler! 🙂

Egal um was es im Leben geht, sich unter Druck setzen bringt in keiner Situation etwas, vor allem auch nicht in unserer Asanapraxis. Wo ist denn sonst die Freude daran, wenn wir am nächsten Tag so kaputt sind und Schmerzen haben weil wir es zu sehr übertrieben haben.
Spaß haben und dich danach gut fühlen, darauf kommt es an und oft ist weniger mehr. (Bis ich das begriffen habe, hat es auch erstmal gedauert ;-))

Die Zeit vergeht eh im Flug und man wächst sowieso an seinen Herausforderungen, körperlich und mental! No hurry – no worry. 🙂